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Der zweite Wendepunkt – als sich unser Zuhause neu sortiert hat


Die zweite Situation, die meinen Blick auf Ordnung nachhaltig verändert hat, war für mich noch emotionaler und deutlich komplexer.


Die Veränderung


Es war der Auszug meines ältesten Sohnes mit 18. Mitten in der Corona-Zeit, noch bevor er seine Schule abgeschlossen hatte. Es war ein nachvollziehbarer Schritt, und trotzdem zu diesem Zeitpunkt für mich alles andere als einfach.

Wenn ein Kind auszieht, verändert sich viel mehr als nur ein Zimmer. Die Dynamik im Haus verschiebt sich, Rollen verändern sich, Gewohnheiten werden anders. Ein Zuhause ist immer ein lebendiges Gefüge, und wenn eine Person fehlt, hat das Auswirkungen auf alle.



Das Leben während der Pandemie in den eigenen 4 Wänden


Gleichzeitig verbrachten damals sehr viele Menschen plötzlich einen Großteil ihres Alltags in den eigenen vier Wänden. Alles fand zu Hause statt. Homeoffice, Homeschooling, wenig Ausgleich. Mehr Nähe, mehr Reibung, mehr Unruhe.

Und auch mehr Aufmerksamkeit für all das, was vorher einfach mitgelaufen ist.

In dieser Zeit wurde sehr deutlich, wie stark unser Zuhause unser Erleben beeinflusst und wie sehr uns das, unabhängig von äußeren Umständen, zusätzlich belasten kann.

Wir haben gesehen, wie viele Dinge wir besitzen. Wie viele Entscheidungen und Handgriffe es braucht, damit der Alltag funktioniert. Und wie sehr sich Routinen verändern mussten, um irgendwie klarzukommen.


Ausmisten als Reaktion auf diese Veränderung


In dieser Phase haben wir - und viele andere auch - unser Zuhause komplett auf den Kopf gestellt. Alles wurde ausgemistet, neu sortiert und manches auch anders genutzt. Räume bekamen neue Funktionen, bestehende Strukturen wurden hinterfragt, und als die Recyclinghöfe wieder geöffnet waren, haben wir einige Autoladungen dort entsorgt.

Das war kein geplanter oder strukturierter Ausmistprozess. Es war unsere Reaktion auf eine veränderte Lebenssituation. Für uns alle stand der Wunsch im Vordergrund, dass sich das Zuhause wieder stimmig anfühlen darf und in dieser seltsamen Zeit wieder ein sicherer Ort wird.


Wie sich äußere Ordnung innerlich auswirkte


Auch dieses Mal habe ich sehr deutlich gespürt, wie sich mit der äußeren Ordnung innerlich etwas mitbewegt. Meine Gedanken wurden klarer, Entscheidungen fielen mir leichter, und es entstand Raum für etwas Neues.

Rückblickend war das kein reines Ordnungsprojekt. Für mich war es eine innere Neuausrichtung, die über das Sortieren im Außen entstanden ist. Ein Anpassen an eine neue Lebensphase, an eine neue Familiendynamik und an die Frage, wie sich Zuhause jetzt anfühlen soll.


Der Schritt zur Ordnungsexpertin



Ordnungsexperten sortieren nicht nur Schränke...
Ordnungsexperten sortieren nicht nur Schränke...

In dieser Zeit ist in mir eine Erkenntnis gereift: Ordnung im Zuhause bedeutet viel mehr als Schränke zu sortieren oder Systeme zu optimieren. Eine geordnete Umgebung kann Menschen dabei unterstützen, sich innerlich neu auszurichten, wenn sich im Leben etwas verändert.

Gleichzeitig entsteht durch innere Klarheit eine Umgebung, die zur eigenen Persönlichkeit passt. Bei mehreren Menschen unter einem Dach braucht es dafür Kompromisse, doch das Ziel bleibt dasselbe. Sich zu Hause einfach wohlzufühlen.



In den nächsten Beiträgen erzähle ich weiter, wie ich heute mit Ordnung arbeite.Wie sich äußere Ordnung an Lebensphasen anpasst, warum Persönlichkeit dabei eine Rolle spielt und weshalb Ordnung für mich immer auch etwas mit innerer Klarheit zu tun hat.


Bis bald!

Brigitte von WohnRaumOrdnung




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